App-Entwicklung: 10 Punkte, die in jedes Konzept gehören

Jun 21 2018 08:59:34 Jun 21 2018 09:05:21 App-Entwicklung: 10 Punkte, die in jedes Konzept gehören LOGO appcom interactive GmbH

Für Verantwortliche wird die App-Entwicklung manchmal zu einer richtigen Odyssee. Sie erreichen die Ziele nicht – oder die Falschen. Sie verlieren die User aus den Augen – oder sie kennen ihre Nutzer nicht.

Lange Projektlaufzeiten, die Überschreitung des Budgets und schlechte Usability sind nur einige Folgen dieser Irrfahrt. Entdecken Sie anhand von 10 Punkten, was Sie für das Konzept wissen sollten.

 

1) Finden Sie heraus, wer Ihre Anwender sind.

Es ist doch so: Bei diesem Projekt geht es darum, dass Ihre App genutzt wird. Nicht mehr und nicht weniger. Finden Sie deshalb heraus, wer Ihre Lösung anwendet. Gehen Sie ruhig ins Detail. Alter, Geschlecht, Mediennutzung und Erwartungen der User sollten die Ausbeute Ihrer Analyse sein. Mindestens.

Diese Informationen benötigen Sie, um die App entlang der Bedürfnisse aller Nutzer zu entwickeln. Sales-Lösungen werden beispielsweise häufig von Vertrieblern und Endkunden verwendet – auch das sollten Sie in Ihrem Konzept miteinbeziehen. Stichwort UX-Design.

 

2) Legen Sie die Ziele der App-Entwicklung fest.

Jedes Projekt braucht Ziele. Die Entwicklung Ihrer App auch. Vertriebs-Apps setzen viele Unternehmen ein, um die Abschlussquote zu erhöhen oder, um CRM-Daten schneller zu verarbeiten. Vielleicht soll auch die Kundenberatung emotionalisiert werden. Es gibt viele Möglichkeiten.

Erarbeiten Sie diese Ziele im Idealfall gemeinsam. Tauschen Sie sich mit der Fachabteilung und IT-lern aus, das wird Ihnen hilfreiche Erkenntnisse liefern. Verlieren Sie jedoch nicht den Überblick: Definieren Sie zunächst wenige Ziele und prüfen Sie den Business Value und Nutzen. Dient eine App der Kundenverwaltung, Produkt-Präsentation oder Routenplanung zugleich, geht es in den wenigsten Fällen gut und erschwert die Nutzung.  Das ist allerdings der springende Punkt: User sollen Ihre App leicht nutzen können. Vor allem gerne. Und, immer wieder. In diesem Fall schafft ein durchdachtes UX-Konzept Abhilfe.

 

3) Definieren Sie KPIs und stellen Sie das Reporting sicher.

Nachdem Sie die Ziele festgelegt haben, sollten Sie ebenfalls wichtige Kennzahlen definieren. Ob Ihre App erfolgreich ist, beantworten Ihnen Userzahlen, Sitzungsdauer, Absprungrate und Zahlen über erneute und wiederkehrende Nutzer. Mit Reporting-Tools wie Google Analytics können Sie diese KPIs messen und auswerten.

 

4) Bestimmen Sie zentrale Funktionen.

Manchmal kommt es bei einer App-Entwicklung zu einer richtigen Ideenflut, der Grund sind viele Beteiligte und zu viele Anforderungen. Aber, zu wenig Fokus. Auf einmal sollen App-Funktionen eines Konkurrenten übernommen werden. Oder Sie benötigen plötzlich eine Augmented Reality App.

Wenn Sie möchten, dass Ihre App ein Erfolg wird, fokussieren Sie sich auf zentrale Funktionen. Sonst sammeln, analysieren, verwerfen oder realisieren Sie die Vorschläge solange, bis das Budget für Ihr Projekt längst überschritten ist.

Unser Tipp: Reduzieren Sie die Funktionen auf Kern-Features, die einen konkreten Use Case bedienen. Investieren Sie die eingesparten Ressourcen lieber in die Ausgestaltung einer durchdachten und intuitiven User Experience.

 

5) Beschreiben Sie technische Anforderungen.

Sie kennen Ihre Anwender jetzt in und auswendig. Fast. Aber Sie sollten wissen, welche Endgeräte Ihre User nutzen, besonders für die technischen Anforderungen. Dadurch können Sie das Betriebssystem ermitteln, welches erfahrungsgemäß iOS oder Android ist.

Legen Sie jetzt fest, welche App auf diesen Geräten ausgespielt wird: Native, Hybrid oder doch Web App? Während native Apps speziell für die jeweilige Plattform programmiert werden, funktionieren hybride auf mehreren Plattformen gleichzeitig. Web Apps hingegen eignen sich besonders, wenn wenig Funktionen und viel Content Management gefordert ist. Sie benötigen allerdings immer eine Internetverbindung.

Wir empfehlen unseren Kunden Native Apps. Hybride Anwendungen sind weniger performant und die Darstellung in Android und iOS ist schlechter. Oft entscheiden sich Unternehmen für hybride Apps, weil sie weniger kosten. Aber durch die schlechtere Qualität, nehmen sie auch weniger ein. Lesen Sie in diesem Artikel der Computerwoche nochmal alle Vor- und Nachteile der Apps nach.

Wenn Sie sich immer noch unsicher sind, welche App die richtige ist, setzen Sie eine Bewertungs-Matrix ein. Sie legen fest, was Ihnen wichtig ist. Die Bewertungsmatrix zeigt Ihnen, welche App Ihre Wünsche erfüllt.

 

6) Prüfen Sie technische Abhängigkeiten.

Damit die App sich nahtlos in Ihre IT-Infrastruktur einfügt, sollten Sie Ihre Anforderungen in einem Requirement Engineering gemeinsam mit der IT-Abteilung aufnehmen. Die hauseigenen IT-Profis kennen technische Abhängigkeiten wie Schnittstellen zu Kernsystemen, Sicherheit und Datenschutz am besten. Auch können Sie Ihnen beantworten, wie die Anwendung Ihren Nutzern bereitgestellt wird. Hat Ihre IT-Abteilung wenig Know-how in der App-Entwicklung, ziehen Sie einfach einen externen Experten hinzu.

 

7) Ermitteln Sie das Budget.

Technische Aspekte wie die Art der App beeinflussen das Budget – hinzu kommen weitere Punkte wie die Anzahl der Nutzer und Lizenzmodelle. Aber auch die Menge an Schnittstellen (Push-Benachrichtigungen, Facebook-Login) üben Einfluss. Nicht zu vergessen sind laufende Kosten wie die Wartung. Haben Sie und Ihr IT-Partner alles richtig gemacht, wird die Kalkulation umso genauer.

 

8) Definieren Sie die Testphase.

Die Testphase verschafft Ihnen wichtige Rückschlüsse über die Usability und Qualität Ihrer App. Also: Testen, testen, testen. Prüfen Sie zum Beispiel, ob Ihre App sauber auf allen Geräten funktioniert. Manuelle Tests durch Probanden stellen die Usability ihrer App auf den Prüfstand. Automatische Tests runden das Ganze ab und sorgen dafür, dass alle Funktionen getestet werden. Eventuell bietet es sich an, das Testing an externe Dienstleister zu übergeben. Planen Sie bereits während der App-Entwicklung genug Zeit dafür ein. Dadurch nehmen Sie sich die Zeit, die es benötigt und das Projekt bleibt im Rahmen. Außerdem werden Sie die App-Usability entwickeln, die Ihre User erwarten.

 

9) Nehmen Sie das Thema Datenschutz ins Visier.

Um sich diesem Thema zu nähern, ermitteln Sie zunächst sensible Daten, die von Ihrer App verarbeitet werden. Anschließend können Sie Ihre IT-Abteilung oder externen Partner mit einem Sicherheitskonzept beauftragen. Legal Texte und neue Datenschutzrichtlinien können Sie hingegen mit einem Datenschutz-Experten abstimmen.

 

10) Legen Sie die Implementierung fest.

Wählen Sie für die Implementierung die passende Software aus – Standard-, Individual- oder doch Software-as-a-Service? Das sind die Unterschiede:

Während Individual-Software eine hohe Integrierbarkeit verspricht, ist SaaS kostengünstiger und weniger aufwendig in der Einrichtung für Unternehmen. Letzteres bietet Ihnen ebenfalls Standardsoftware. Erfahrungen haben uns gezeigt, dass eine Kombination aus SaaS und Individualentwicklung den größten Benefit bietet.  Allerdings sind Ihre individuellen Anforderungen entscheidend bei der Software-Auswahl. Auch hier hilft Ihnen eine Bewertungsmatrix.

 

Fazit

Mit diesen 10 Punkten haben Sie einen guten Fahrplan für die Entwicklung Ihrer App in der Hand. Sie wissen, dass Ihre User an erster Stelle kommen, dass fachliche Anforderungen genau geprüft werden und, dass Sie genug Zeit für das Testing einplanen sollten. Das manchmal weniger mehr ist und Sie mit ein paar Kernfeatures starten sollten, haben Sie ebenfalls erfahren.

Wenn Sie jetzt noch eine UX-Strategie auf die Beine stellen und umsetzen, wird Ihre App bestimmt kein trojanisches Pferd. Lesen Sie in unserem Artikel „UX-Design – echter Benefit oder total Banane?“, was dafür zu tun ist.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit App-Projekten gemacht? Hinterlassen Sie uns ein Kommentar.

 

 

 

 

 

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