Ausblick der Mobile-Trends in 2017

Themen, die uns bewegen werden

Die Bedeutung mobiler Geräte und Anwendungen wird auch in 2017 zunehmen. Wenn Sie nun „Ach was? Gähn.“ denken: Da kommt noch mehr als dieser Allgemeinplatz. Schließlich beschäftigen wir uns bei appcom von morgens bis abends mit der Mobile-Welt und können schon ein paar detailliertere Angaben zu laufenden und absehbaren Entwicklungen machen. Was nun folgt, ist eine wilde und weitgehend unsortierte Zusammenstellung strategischer und operativer, separater und überschneidender, drängender und weniger dringlicher Thesen. Here we go!
Mobile Trends 2017

  • Virtual Reality bestimmt den Gaming-Markt. Mittlerweile dürften alle schon einmal den „Gamechanger“ Resident Evil 7 selbst gespielt oder zumindest Erfahrungsberichte anderer gesehen haben. Wer noch unbeleckt ist, sollte sich z. B. dieses Selbsterfahrungsvideo anschauen. Achtung: blutig! Gerade eingefleischte Gamer werden die Intensität von VR bald schon niemand mehr missen wollen. Möbelhandel, Immobilien, Touristik – auch in diesen und anderen Bereichen wird die Bedeutung von VR zulegen, aber vorneweg marschieren die Gamer. Wie so oft.
  • Snapchat goes Twitter. Nein, damit ist nicht gemeint, dass Snapchat zum Kurznachrichtendienst mutiert. Wir meinen die betriebswirtschaftliche Entwicklung. Snapchat hat seine beste Zeit hinter sich. Twitter ist an die Börse gegangen, legt bei den Nutzerzahlen kaum noch zu und startet einen mäßig erfolgreichen Versuch zur Kapitalisierung seiner Reichweite nach dem anderen. Wie lange es als defizitäres Unternehmen ohne Wachstumsphantasie weiterläuft – keine Ahnung. Ähnliches zeichnet sich nun bei Snapchat ab. Börsengang, Nutzerboom endet, Geld wird kaum verdient. The winner (Facebook inkl. Instagram) takes it all.
  • Investitionen in Retention steigen. Eine App erfolgreich zu platzieren, ist schon eine gewaltige Herausforderung. Aber nicht minder groß ist die Aufgabe, das Engagement der Nutzer hoch zu halten und Umsatz zu generieren. Anbieter von Apps sind daher gezwungen, sich stärker als bisher mit Aspekten wie Storytelling, Content, Up-/Cross-Selling, Lifecycle-Marketing, Heatmaps usw. zu beschäftigen. Eine App ist ein strategisches Dauerprojekt, eine geöffnete Tür zum Kunden, durch die Anbieter gehen können, aber auch müssen, wenn der Kunde sie nicht wieder schließen soll. Sie müssen „liefern“, um im Bild zu bleiben.
  • Datenanalyse ist Trumpf. Um zu verdeutlichen, was damit gemeint ist, müssen wir über ein unter Entwicklern und Marketingleuten allgemein bekanntes Paradox sprechen. Jeder User wünscht sich eine personalisierte Customer Experience voller individuell relevanter Informationen und Angebote, aber kaum jemand will dafür aktiv Daten preisgeben. Der einzige Ausweg besteht darin, das Nutzerverhalten zu erfassen und korrekte Schlussfolgerungen anhand von Datenanalysen zu ziehen. Also: Präferenzen nicht abfragen, sondern aus dem Verhalten die Interessen und Wünsche herauslesen. Gut, wer so etwas kann. Der Marktwert von Datenanalytikern wird dramatisch zulegen.
  • Bots erobern die Welt. Bots sind autonom agierende Programme. Es gibt längst bekannte und bewährte Programme, etwa die Google-Bots, die das WWW unermüdlich durchforsten und indizieren. Es gibt aber auch recht neue Phänomene wie die Social Bots, die im vergangenen US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf massiv zu Propagandazwecken eingesetzt wurden. Oder Chatbots für automatisierte Kundeninteraktion, etwa Alexa von Amazon. Ihre Vorteile – Effizienz, Unermüdlichkeit und Skalierbarkeit – sind so groß, dass ihr Siegeszug nicht aufzuhalten ist. Aaaaaber: So ausgereift, dass sie Menschen aus Fleisch und Blut ersetzen können, sind sie noch nicht. Parolen posten – okay. Aber kennt jemand einen Bot, der alle Fragen eines Kunden zu einer Rechtschutzversicherung beantworten kann? Bis es soweit ist, spielen mobile Assistenten (wie z. B. SIQAS) eine Rolle.
  • AMP wird der neue Standard. AMP steht für Accelerated Mobile Pages und bezeichnet eine Methode, Mobile Websites mit statischen Inhalten so weit abzuspecken, dass sie schneller geladen werden. Weniger Designelemente, weniger Werbemöglichkeiten, dafür wesentlich schneller. Positiv für die User, die Bounce Rate sinkt. Google pusht AMP, indem entsprechend optimierte Websites besser ranken. Seine AdWords hat der Suchriese natürlich schon AMP-optimiert.
  • Deutschlands Unternehmen verstehen die Digitale/Mobile Transformation. Weniger eine These als eine Hoffnung. Denn noch haben wir den Eindruck, dass unter Transformation vor allem die Einführung neuer Geräte bzw. Technologien verstanden wird. „Der Computer ist besser als die Schreibmaschine, weil man dann beim Kopieren das Kohlepapier spart.“ Ja, aber Transformation meint mehr als das. Nicht die gleichen Prozesse werden schneller und ökonomischer, sondern es gibt ganz neue Prozesse (und damit auch Wege der Wertschöpfung). Beispiel: Automobilität. Die einen beschäftigen sich mit Parkplatzsuchsystemen für die alten Verbrennungsschleudern, während andere von E-Autos als Batterien im Smart Grid (Vehicle to Grid) oder von Verkehrssystemen aus Mini-U-Bahnen und Personendrohnen träumen (Quelle: FAZ). Mehr Elan bei der Realisation innovativer Lösungen trüge sicher dazu bei, den Geschäftserfolg nicht nur morgen, sondern auch übermorgen und überübermorgen zu sichern.
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