Datengetriebene Software-Entwicklung – Growth Driven Development

Jun 03 2019 15:30:09 Jun 24 2019 11:00:34 Datengetriebene Software-Entwicklung – Growth Driven Development LOGO appcom interactive GmbH

Software-Entwicklung ist immer, sei es eine im Zuge einer App oder einem Website-Relaunches, ein langwieriger Prozess. Doch wo im klassischen Wasserfall-Projektmanagement viele Fallstricke lauern, bietet Growth Driven Design bzw. Growth Driven Development (GDD) eine riesen Erleichterung für Führungskräfte, Product Owner und Entwickler – und letztendlich einen echten Mehrwert für den Endnutzer.

 

Warum der Growth Driven-Methodik die Zukunft gehört

Beginnen wir mit der Beschreibung der ursprünglichen Methodik, dem sog. Growth Driven Design. Es beschreibt den validierten Prozess, der den (Re-)Launch einer Website schneller, günstiger und effektiver gestaltet. Halten wir uns kurz vor Augen, wie ein Relaunch in vielen Konzernen gehandhabt wird: ein Kick-Off-Meeting, in dem die wesentlichen Inhalte und das grobe Design der Website besprochen wird. Im Anschluss wird im Projektmanagement klassisch ein Gantt-Diagramm mit Meilensteinen geplant, das strikt abgearbeitet wird, bis das zuvor definierte Lastenheft final umgesetzt worden ist. Die nun fertige Website wird ad acta gelegt und in den nächsten zwei bis drei Jahren finden keinerlei Anpassungen statt.

 

Klassisches Webdesign ohne Growth Driven Design

Iterationen? Ausrichtung am Markt und den Kundenbedürfnissen? Fehlanzeige!

Genau an diesem entscheidenen Punkt setzt die Growth Driven-Methodik an. Egal ob Führungskraft, Product Owner, Marketer oder Vetriebler – wir können es uns heutzutage nicht mehr erlauben, unsere Produkte und Dienstleistungen am Kundeninteresse vorbei zu entwicklen. Um das Ganze näher zu erläutern, schauen wir uns nun an, wie aus Growth Driven Design nun Growth Driven Development in der Software-Entwicklung wird.

 

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Wie wird Growth Driven Development in Projekten angewendet?

Der Zyklus von GDD wird in drei Phasen eingeteilt: der Strategie-, der Launch- und oder Verbesserungsphase. Jede einzelne Phase ist konsistent und stellt einen elementaren Baustein dar.

 

3 Phasen des Growth Driven Developments

Quelle: hubspot.de

 

Von großer Wichtigkeit ist es daher, die Strategiephase nicht außer Acht zu lassen und schon gar nicht sie auszulassen. Alle nachfolgenden Entwicklungsschritte sollten immer stringent sein und sich dieser Phase entnehmen lassen. Im Folgenden schauen wir uns jede Phase einmal genauer an:

 

Die Strategiephase

Diese Phase stellt die Ausgangsbasis für alle weiteren Unternehmungen dar. Sie dient dazu, ein umfassendes Verständnis für die Welt unserer Kunden zu erlangen und wie die App ein tiefergehendes Problem lösen kann. Daher müssen wir uns im Vorfeld über unsere Produktvision im Klaren sein. Im Zuge dessen entwicklen wir ein genaueres Verständnis unserer Zielgruppe, indem wir uns intensiv mit den jeweiligen Bedürfnissen (Entwicklung von Personas, Jobs to be done, Journey Mapping etc.) beschäftigen. Darüber hinaus setzen wir uns mit den Inhalten der Anwendung auseinander und besprechen, was sinnvolle Bestandteile sein könnten und welche Ziele mit der Anwendung erreicht werden sollen. Hier liegt der Fokus auf die Wertschöpfung für den Nutzer. Die volle Konzentration sollte darauf liegen, ihm mit jedem Feature einen Mehrwert zu liefern. Für die Erarbeitung dieser Inhalte eignet sich beispielsweise hervorragend ein Google Design Sprint. Wichtig ist hierbei, dass wir am Ende konkrete Hypothesen haben, an denen wir unsere weitere Entwicklung datengetrieben und marktnah überprüfen und optimieren können.

 

Die Launchphase

Wir wissen nun, wie unsere Anwendung aussehen könnte, welche Zielgruppe wir im Detail ansprechen möchten und welche Probleme sie lösen soll. Ganz im Sinne des „Lean Startup“ entwickeln wir aus diesen Erkenntnissen unseren sog. MVP, also ein erstes minimal funktionierendes Produkt.

Du weißt noch nicht, was ein MVP ist und welche Vorteile diese Vorgehensweise bietet? Dann lies hier unseren entsprechenden Beitrag.

Dieser MVP stellt das sog. Launchpad dar, welches wir im Folgenden iterativ und mittels unserer Nutzerdaten anpassen. Wichtig in dieser Phase ist ein schnelles Time-to-Market. Selbstverständlich sollen die Inhalte aus der Strategiephase aufgegriffen werden, aber hier gilt zunächst das Motto: unperfekt ist perfekt.

 

Die Verbesserungsphase

Unser Launchpad ist nun live und verfügbar für unsere Zielgruppe. Jeden Tag erhalten wir Nutzerdaten, die dazu beitragen, ein immer tieferes Verständnis für das Bedürfnis der Anwender zu erhalten. Im anfangs definierten Sprint-Turnus stellen wir regelmäßige Hypothesen über Features, das Nutzerverhalten oder das Interesse an neuen Inhalten auf. Dieses Feedback nutzen wir um unserer Anwendung stetig zu mehr Wachstum zu verhelfen und in Folge dessen immer mehr Menschen zu helfen.

 

Ist eine Anwendung danach fertig?

Anders als in klassischen Wasserfall-Projekten, gibt es im Growth DrivenDevelopment kein Ende des Projektes. Ein zu 100% fertiges Produkt wird es nie geben. Faktoren, wie sich ändernde Märkte und variierende Bedürfnisse, geben uns immer den Anlass, iterative Optimierungen vorzunehmen.

 

Kontinuierliche Iterationsschleife im Growth Driven Development

Quelle: hubspot.de

 

Die Schritte planen, bauen, lernen und transferieren folgen so in einem permanenten Kreislauf. Ein klassisches Projektende gibt es hierbei also nicht.

 

Was lernen wir daraus?

People Centricity, also den Fokus auf den Menschen zu legen, ist heutzutage so wichtig wie noch nie. Daher muss sich dieser Fokus durch die komplette Produktentwicklung ziehen, angefangen bei der Produktvision, über die Befriedigung der Zielgruppenbedürfnisse, bis hin zu datengetriebenen Iterationsschleifen, um ein immer besseres Produkt zu liefern, welches maximale Wertschöpfung generiert. All diese Faktoren vereint Growth Driven Development und liefert uns darüber hinaus noch strukturierte Prozesse, um diese Methodik bestmöglich in die Praxis zu integrieren.

 

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