Fintechs – Status und Trends bei mobilen Finanzdienst­leistungen

Die Digitalisierung revolutioniert die Finanzbranche

„Banking is necessary, Banks are not.“ (Bill Gates)

Der Deutschen Bank, der Commerzbank und anderen klassischen Instituten geht es nicht gut. Vertrauen ist verspielt, Geschäftsfelder bröseln, Schadenersatzprozesse laufen, neue Erlösmodelle sind nicht in Sicht. Und was noch schlimmer ist: Oft haben sie keine überzeugende Transformationsstrategie entwickelt – weg vom Filialgeschäft hin zu digitalen und mobilen Services. Immer mehr Kunden, insbesondere die jüngeren, suchen sich Alternativen für ihren Zahlungsverkehr. Die Rede ist von Finanztechnologiedienstleistern. Oder kürzer: Fintechs.

Fintechs sind Anbieter von Finanzdienstleistungen auf Basis digitaler Technologien. Bekannte (und mittlerweile etablierte) Beispiele für Fintechs sind Social Banks wie die Fidor Bank, Zahlungsdienstleiter wie PayPal und Crowd Funding-Unternehmen wie Seedmatch. Allen gemein ist, dass Ihr Geschäft übers Internet und an den klassischen Banken und Versicherungen vorbei läuft.

Die Vorteile für die Kunden liegen auf der Hand. Dank mobil nutzbarer Services sparen Nutzer Zeit und lange Wege. Zudem arbeiten die Fintechs mit schlanken Strukturen und geben diesen Kostenvorteil an die Kunden weiter. Nicht zuletzt punkten Ihre Lösungen mit jederzeitiger Verfügbarkeit und hoher Nutzerfreundlichkeit.

Noch nutzen drei Viertel der Deutschen keine Alternativen zu klassischen Finanzdienstleistern (siehe: Lead Digital). Aber viele haben diese Möglichkeit bereits auf dem Schirm oder planen sogar den Wechsel. Die Trends und Prognosen besagen eindeutig, dass die Finanzbranche in zehn Jahren ganz anders aussehen wird als heute.

Hier sind drei Leistungsfelder, auf denen die Fintechs den traditionellen Instituten ganz sicher den Schneid abkaufen werden:

  • Peer-to-Peer-Lending: Kredite von Privatpersonen an andere Privatpersonen zu günstigeren Konditionen für alle Beteiligten dank schlanker Strukturen – das verspricht beispielsweise die führende P2P-Plattform LendingClub. Zwar nutzen institutionelle Geldgeber solche Plattformen mittlerweile als „Shortcuts“ zum Markt, indem sie sich als Geldgeber wieder ins Spiel bringen. Das Geschäft in ihre Filialen oder Websites zurückholen können sie aber nicht.
  • Mobile Payments: Kennen Sie M-PESA? Wahrscheinlich nicht. Dabei läuft 60 Prozent des kenianischen Bruttoinlandsprodukts über diesen mobilen Zahlungsdienstleister. Auch in anderen Ländern der sogenannten Dritten Welt führt der Betreiber Vodafone dieses System ein – und degradiert damit Europa zum Payment-Entwicklungsgebiet.
  • Tailored Insurance: Die Unternehmensberatung KPMG hält das 2013 von Alibaba-Gründer Jack Ma gestartete Online-Versicherungsunternehmen ZhongAn für das weltweit führende Fintech. Kein Wunder bei 150 Millionen Kunden und 630 Millionen Policen nach nur einem Jahr Geschäftstätigkeit. ZhongAn setzt auf maßgeschneiderte Versicherungsraten auf Basis von Big Data-Analysen, also beispielsweise auf höhere oder niedrigere Kosten je nach erfassten Biodaten.

Das Thema Fintech ist hochspannend, und wir werden es fest im Auge behalten und in diesem Blog darüber berichten, wenn wir interessante Entwicklungen und Innovationen entdecken.

Teilen Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.





Das kann Sie ebenfalls interessieren

Unser kostenloser Newsletter für Sie

Die Welt wandelt sich immer schneller und mit Ihr die Technologien und Trends. Mit unserem Newsletter informieren wir Sie über aktuellste Trends, stellen kostenlose Whitepaper zur Verfügung und bieten innovative Workshops an.


Gewonnenes Kundenvertrauen