Gutes Design sieht niemand, schlechtes jeder

Wie Sie Gestaltgesetze für Ihre Zwecke nutzen können

Aug 01 2018 16:18:09 Aug 03 2018 09:28:25 Gutes Design sieht niemand, schlechtes jeder LOGO appcom interactive GmbH

Schlechtes Design sticht jedem direkt ins Auge. Der Grund liegt oft im Fundament: Grundlegende Gestaltgesetze werden missachtet und simple Methoden nicht eingehalten. Ein vermeidbarer Fehler, wenn man weiß wie der Mensch und seine Wahrnehmung funktionieren. Unser Verstand hat eine angeborene Neigung, Muster nach bestimmten Regeln zu erkennen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten dieser Regeln und inwiefern sie unsere Wahrnehmung beeinflussen.

 

1. Nah dabei – das Gesetz der Nähe

Elemente die näher zueinander liegen, werden als zusammenhängend wahrgenommen. Zusammenhänge mit anderen Objekten können demnach durch die Position dargestellt werden. Ebenso kann die Aufmerksamkeit gelenkt werden. Weißer Raum ist keine Verschwendung, sondern ein ebenso großartiges wie einfaches Werkzeug. Ein kleines Bild auf einer großen weißen Wand genießt mehr Aufmerksamkeit als eine Wand, die mit zahlreichen Bildern behängt ist.

2. Gleiches gehört zusammen – das Gesetz der Ähnlichkeit

Ähnliche Elemente werden tendenziell in Gruppen wahrgenommen. Besonders bei gleichen Abständen ist die Gleichheit ausschlaggebend für die Wahrnehmung. Das Prinzip der Ähnlichkeit kann durch Farbe, Größe, Orientierung, Textur und sogar Schriftarten ausgelöst werden. Die folgende Abbildung verdeutlicht dieses Gestaltgesetz.

 

3. Die gute Gestalt – das Gesetz der Einfachheit

Elemente werden stets auf die einfachste Art und Weise wahrgenommen. So auch das Gesetz der Einfachheit. Es zeigt, dass unser Geist alles in seiner einfachsten Form wahrnimmt. Im Wesentlichen geht es bei der Einfachheit darum, dem Auge zu helfen, „bequeme“ Figuren zu finden, die eine Interpretation dessen auslösen, was wir zu zeigen versuchen. Abbildung B sind fünf gestrichelte runde Objekte und in der Mitte eine gezackte Linie? Oder doch eine weniger komplexe Line mit Schleifen wie in Abbildung A?

4. Lückenfüller – das Gesetz der Fortsetzung

Elemente werden visuell zugeordnet, wenn sie zueinander ausgerichtet sind. Linien werden als eine einzige Figur wahrgenommen, sofern sie kontinuierlich sind. Je glatter ihre Segmente sind, desto mehr sehen wir sie als eine einheitliche Form. Sehen Sie in der folgenden Abbildung zwei Wege oder eine Ansammlung von zahlreichen Teilstrichen?

5. Kenn ich  – das Gesetz der Erfahrung

Wenn das Gehirn eine unvollständige Form verarbeitet, füllt es die fehlenden Informationen zu einem Ganzen aus. So erscheint ein Bild auch dann vollständig, wenn es fehlende Teile enthält. Die Schließung erfolgt zwanghaft durch das Gehirn. Prominentes Beispiel: Der WWF-Panda.

6. Gesichter oder Vasen? – das Figur-Grund-Problem

Die Wahrnehmung von Figur und Boden kann zweideutig sein – besonders am zweidimensionalen Bildschirm. Das bekannteste Beispiel für eine zweideutige, figurbetonte Darstellung ist der Reiz der Vasengesichter. Dem Betrachter fällt es schwer, eindeutig zwischen den Formen zu unterscheiden.

Mut zum weißen Raum

Der Laie spürt ein schlechtes Design, kann möglicherweise den Grund aber nicht erkennen. Mut zum weißen Raum und eine raffinierte Positionierung können bereits helfen, ein Design enorm aufzuwerten.  Wie unsere Wahrnehmung funktioniert, wurde bereits vor 100 Jahren erkannt – und die daraus resultierenden Gestaltgesetze gelten bis heute. Ganz besonders bei Bildschirminteraktionen.

 

Die Gestaltgesetze sind die Basis – in unserem Blogbeitrag zur Macht von UI und UX zeigen wir Ihnen die Könige für gutes Design!

 

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