Neben dem Kollegen aufgewacht

Hackathon in der appcom

Es ist vier Uhr morgens: Zwei verschiedene paar Socken hängen müde vom Rand der Couch. In Ihnen steckt und ruht ein junger Mann der seit 30 Stunden wach ist. Er hat ein großes Ziel und dies ist seine erste Pause.

Doch der Reihe nach: Das Ende der Arbeitswoche wird in der appcom wie jeden Freitag mit einem Bier gefeiert. Vier von uns werden heute nicht nach Hause gehen. In einigen Stunden beginnt für Sie der Hackathon nodeknockout. Ab 1 Uhr geht es los, dann haben Gordon, Philip, Sebastian und Stefan 48 Stunden Zeit eine lauffähige Webanwendung abzuliefern.

Die Kaffeemaschine ist defekt. Was sich wie ein schlechter Witz anhört ist jetzt bittere Gewissheit. Kein Problem: Club-Mate türmt sich kistenweise im Vorratsraum der appcom. Der Hackathon startet direkt mit Planung, denn an Ideen mangelt es nicht. Die Grundidee, eine Mitarbeiter-App, schwebte bereits Tage vorher als Herausforderung im Raum. Vielleicht zu mächtig für 48 Stunden? “Wir sollten uns auf ein Kernfeature konzentrieren”, sind sich alle einig und entscheiden sich mit der Terminverwaltung zu beginnen. Alles andere ist Bonus. Sebastian arbeitet am Design, nebenher läuft bei ihm Scrubs. Gordon, Stefan und Philip coden Back- und Frontend und schauen lieber die Gummibärenbande. Viel geredet wird nicht. Alle sind im Tunnel und in ihren Aufgaben vertieft. Die erste Nacht ist lang, die Stimmung ist großartig doch der Freitag steckt noch allen in den Knochen. Es wird bereits wieder hell und Stefan sichert sich einen Platz auf der Konfi-Couch um etwas zu schlafen. Vorweg gesagt: es werden nur etwa vier Stunden werden.

Der nächste Tag: Freunde und Kollegen kommen auf einen Besuch in die appcom, eine schöne Abwechslung. So ganz verstehen sie nicht warum man so etwas freiwillig macht. Nach Erklärung und etwas Zeit, sind sich dann doch alle einig: Spaß haben die Jungs.

Mittlerweile sind alle im Fluss. Die Konzentration könnte nicht besser sein. Der Hauptvorteil von einem Hackathon zeigt Wirkung. Kaum Unterbrechungen führen zu produktivem Arbeiten. Auf der anderen Seite zeigen die Pausen bei teilweise sehr privaten Gesprächen, dass man sich untereinander besser kennenlernt.

Wir befinden uns nun in der Endphase. Die Gespräche im nodeknockout-Slack und den sozialen Medien waren bisher größtenteils Supportanfragen jetzt aber werden Bilder von müden Gesichtern hochgeladen. Zumindest ist man nicht allein mit seiner Müdigkeit. Gegenseitige Durchhalte-Tweets dienen als virtuelles Schulter klopfen. Schon Wahnsinn, dass Leute auf der ganzen Welt dabei sind.

Am Ende noch Hektik! Nur noch wenige Minuten. Nichts funktioniert auf dem Server von nodeknockout. Philip erinnert sich an eine Funktion, die wohl nur lokal funktioniert. Fixen, hochladen, warten. Die Frist ist fast abgelaufen – für ein weiteres Hochladen bleibt keine Zeit. Das muss es jetzt einfach sein. Geglückt, Applaus. Letzter Commit tatsächlich wenige Sekunden vor Ablauf. Die Stimmung ist super. Jetzt wird in Ruhe geschaut was anderen Teams abgeliefert haben. Es dauert doch noch bis vier Uhr, dann geht’s Heim – schlafen.

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INTERVIEW

Warum nehmt ihr an einem Hackathon teil? Was habt ihr erwartet? Was erhofft?
Stefan „Gewinnen wäre geil aber sich eine Aufgabe stellen und zu erfüllen, das ist unser Ziel“
Philip: “Letztes Jahr hat es schon so Spaß gemacht, dieses Jahr will ich noch besser werden.”

Was sagt euer Umfeld, eure Freunde, eure Verwandten dazu?
Sebastian: “Verstehen das nicht so, am besten klappt es wenn man sagt, dass es ein Programmierwettbewerb ist. Finden es dann schon cool.”
Stefan: “Die wenigsten wissen wie viel Leistung da drin steckt, die Wertschätzung ist schon geringer weil nicht wirklich fassbar. Anders ist das bei den Kollegen.

Ihr habt auf livecoding gestreamt und landet prominent auf der Startseite, was habt Ihr gedacht als ihr das gesehen habt?
Stefan: „krass!“ [a.d.R. und grinst über das ganze Gesicht.]

Wieviel habt ihr geschlafen?
Gordon: “Insgesamt vielleicht 10-12 Std, länger als vier Stunden am Stück aber nicht.”
Stefan: “Die erste Nacht war schlimm, danach kein Problem mehr. Ich hatte echt viel Energie, ich glaube den anderen ging es ebenso. Ist auch echt komisch plötzlich auf der Couch neben dem Kollegen wach zu werden.” – alle lachen.
Sebastian: “Normalerweise schlafe ich viel länger aber es ging ganz gut.”

Was lernt man beim Hackathon?
Philip: “Neue Technologien über einen längeren Zeitraum auszuprobieren und zu vertiefen. Sonst schaut man vielleicht mal eine Stunde irgendwo rein, aber das reicht meist nicht.
Gordon: “Man wird nicht raus gerissen und kann fokussiert an einer Sache arbeiten. Da kann man echt viel schaffen in kurzer Zeit”

Hilft das im Arbeitsalltag?
Stefan: “Na klar, besonders die Erfahrungen mit Microservices ist Gold wert. Man weiß was damit geht und viel wichtiger: man weiß, nun was nicht geht”

Nächstes Jahr wieder?
Philip: “auf jeden Fall, dann konzentrieren wir uns aber noch mehr auf ein spezielles Feature” – alle stimmen zu

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