M-Learning – kleine Lernsnacks für zwischendurch

Ortsunabhängiges Lernen

Bus verpasst. Im Wartezimmer beim Zahnarzt. Am Gate vor dem Abflug. Typische Situationen, in denen man die Zeit totschlagen muss. Dann zückt man das Smartphone und checkt die letzten E-Mails, Tweets oder Facebook-Posts. Eine sinnvolle Alternative bieten M-Learning-Apps. Sie bieten im besten Fall genau das, was der moderne, vernetzte Selbstoptimierer braucht: mundgerechte Wissenshäppchen für den kleinen Lernhunger zwischendurch.
Der Charakter des M-Learnings unterscheidet sich deutlich von anderen Formen des Lernens. Klassisches Lernen hat oft etwas mit Lehrern aus Fleisch und Blut zu tun. Der Stoff ist in größere Einheiten unterteilt (Unterricht, Seminare, Kapitel in Büchern etc.) und findet an bestimmten Orten (Schule, Uni etc.) statt. Das Selbstlernen ohne Lehrer ist schon weniger institutionalisiert, kennt aber auch Routinen, etwa größere Lerneinheiten am Schreibtisch zu Hause oder in der Bibliothek.
M-Learning ist anders
Die Infrastruktur des M-Learnings ist anders. Es braucht das Smartphone sowie Apps, über die die Lerninhalte ausgespielt werden. Die Didaktik unterscheidet sich ebenfalls: Die Lerneinheiten sind viel kleiner, damit sie erstens überhaupt über kleinere Displays dargestellt werden können und zweitens in kurzer Zeit konsumierbar sind. Auch Unterbrechungen sowie Störfaktoren der jeweiligen Umgebung sind zu berücksichtigen. Zudem erwarten die Nutzer von Smartphones einen einfachen, im besten Falle spielerischen Zugang zu Inhalten. Das ist ja auch richtig so, denn wer mit Freude lernt, merkt sich den Stoff besser.
M-Learning und Corporate Learning – wie füreinander gemacht
Das Management des Unternehmens möchte das Englisch seiner Mitarbeiter aufpolieren. Oder es möchte sie im Umgang mit einer neuen Software schulen. Oder es geht um Kurse zu interkulturellen Umgangsformen. Worin auch immer Lernziele und Lerninhalte bestehen: Ein ausgefeilte technisch-didaktische Lösung sollte alle diese Aufgaben bewältigen können. Und damit sind wir bei der Kernfrage:
Welche Eigenschaften sollte eine M-Learning-Lösung mitbringen?
Es gibt eine Reihe von Faktoren, von denen abhängt, ob eine M-Learning-Anwendung im Sinne der Zielsetzung gut und erfolgreich funktioniert.

  • Kleine Lernpakete: Mobiles Lernen heißt lernen in kurzen Intervallen. Daher sollten also nur Lerninhalte in Betracht gezogen werden, die sich gut in kleine Häppchen gliedern lassen. Also: Rechenübungen, Vokabeltraining und Multiple-Choice-Formulare gehen gut, komplexe Wissensbereiche eher nicht so gut.
  • Rich Media: Einer der größten Vorzüge des M-Learnings ist die einfache Integration multimedialer und interaktiver Elemente wie Infografiken, Videos, 3D-Anwendungen sowie AR und VR. Mit Hilfe von Rich Media gewinnen Lernvorgänge ein weitaus höheres sinnliches Potenzial, so dass Anwender die Inhalte als interessanter wahrnehmen und besser memorieren.
  • Storytelling: Geschichten stiften Sinn, denn sie bringen isolierte Ereignisse und Fakten in eine Reihenfolge aus Ursachen und Folgen, ähnlich wie eine Schnur aus Perlen ein schönes Schmuckstück macht. Als „Verpackung“ für solche Storys empfehlen sich multimediale Formate wie Comics und einfache Adventure-Games mit interaktiven Elementen, bei denen der User Fragen beantworten und Entscheidungen treffen muss.
  • Gamification: Ein alter Hut der Lerntheorie: Schüler eignen sich Wissen viel besser an, wenn sie es anwenden (statt nur erzählt bekommen). Spielerische Formate wie Quiz oder Simulationen (Serious Games) lassen den User tief in die Materie eintauchen und Erfahrungen sammeln. Anhand von Elementen wie Rückmeldungen, Fortschrittsanzeigen und Punkten lässt sich die Motivation des Users hoch halten. Wer den Ehrgeiz der Anwender anstacheln möchte, kann kompetitive Formate wie Wettbewerbe mit Ranglisten einsetzen (Stichwort: Social Learning).
  • Content Management System (CMS): Mit dem CMS steht und fällt die Administration der M-Learning-App. Denn übers CMS können beispielweise Anwender segmentiert und mit unterschiedlichen Inhalten versorgt werden. Daraus folgt; Je mehr Anwender, je mehr Sprachen, je mehr Lernbereiche, kurz: je komplexer die Aufgabe, desto leistungsfähiger muss das CMS sein.
  • Evaluation: Die Effektivität von Weiterbildungen lässt sich insbesondere beim M-Learning gut nachweisen. Daten zur Teilnahme sowie zu den Ergebnissen fließen zurück und können automatisch ausgewertet werden. Wenn Anwendungen gerne und erfolgreich genutzt werden, ist das das beste Argument für mehr M-Learning-Budget.

 

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