Mit einem Minimum Viable Product zur Marktakzeptanz

Den Erfolg eines Produktes mit einem MVP bereits im Vorfeld messen

Feb 11 2019 18:05:13 Feb 11 2019 13:17:06 Mit einem Minimum Viable Product zur Marktakzeptanz LOGO appcom interactive GmbH

Du sitzt in deinem Coworking Space und bastelst an deiner Produktidee. Über mehrere Monate oder auch Jahre hast du viel Geld, Schweiß und Tränen in dein Startup gesteckt und möchtest etwas entwickeln, was die Welt revolutioniert. Doch obwohl das Produkt scheinbar keine Fehler aufweist, findet es keine Akzeptanz auf dem Markt. Oder noch schlimmer: In der langen Vorbereitungszeit hat ein Konkurrent bereits ein besseres Produkt veröffentlicht. All das wäre dir mit einem Minimum Viable Product nicht passiert! 

 

Aber was ist ein Minimum Viable Product (MVP) und wie kannst du es nutzen um den Erfolg deines Produktes massiv zu beeinflussen?

 

Mit einem MVP die Marktakzeptanz identifizieren

Schnelligkeit ist in der heutigen Zeit das A und O. In einer schnelllebigen Welt haben Unternehmen und besonders Startups nicht mehr die Zeit, ein perfektes Produkt auf dem Markt zu platzieren. Aus diesem Grund hat Eric Ries das sogenannte „Minimum Viable Product“-Prinzip, kurz MVP, erfunden, das er ausführlich in seinem Buch Lean Startup präsentiert.
Dabei geht es darum, eine Produktidee mit einem minimalfunktionieren Produkt direkt am und mit dem Markt zu verproben. Dabei wird das Produkt auf die kleinstmöglichste Funktionalität heruntergebrochen und Stück für Stück in Iterationsschleifen durch direktes Kundenfeedback angepasst.

Diese Vorgehensweise hat mehrere Vorteile:

  • Zunächst einmal beschleunigt sich der Markteintritt, da die Entwicklungszeit auf ein Minimum heruntergebrochen wird, was effektiv Ressourcen und somit letztendlich Kapital einspart.
  • Des Weiteren reduziert sich die Gefahr, am Markt vorbei zu entwickeln. Denn letztendlich kannst du vor dem Markteintritt, nie genau wissen, wie dein Produkt ankommt. Durch dein MVP kannst du bereits im Frühstadium erkennen, ob und wie weit du auf die Zustimmung deiner Zielgruppe triffst.

Dank der Iterationsschleifen, die optimalerweise agil und nach Scrum ablaufen, findest du also in kurzer Zeit heraus, ob du dein Produkt anpassen musst oder, ob du die Entwicklung womöglich komplett abbrichst.

Merke dir: Stelle deine Eitelkeit nach hinten! Dein Produkt muss zunächst nicht perfekt sein, es wird erst durch das Feedback deiner Kunden perfekt.

 

Wie kann ein erstes MVP aussehen?

Die wichtigste Frage, die du dir nun stellen solltest: Wie kann dein MVP aussehen? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn es gibt keine allgemeingültige Antwort. Die kleinstmöglichste Form kann ein reiner Werbebanner (beispielsweise eine Displaywerbung via Google AdWords oder Facebook Ads) und eine Landingpage (One-Pager mit Verweis auf eine im Aufbau befindliche Seite) sein. Dort platzierst du lediglich die Thematik oder die Lösung, die dein Produkt beinhaltet. Dann setzt du dir einen festen Zeitrahmen und Ziele deiner KPIs. Im Anschluss wertest du deine Anzeigen aus und kannst schon anhand der Impressionen und der CTR (Click-Through-Rate) ein erstes Interesse des Marktes bewerten.

Ein MVP kann jedoch auch schon weiter gefasst sein. In unseren Kundenprojekten haben wir herausgefunden, dass eine Kombination aus Werbeanzeigen, einer Landingpage und einem Lead Magneten für uns ganzheitlich die besten Resultate liefert. In diesem Fall sprechen wir besonders die Zielgruppe der Early Adopters an.

Early Adopters haben den großen Vorteil, dass sie eine sehr pflegeleichte Zielgruppe sind. Sie nutzen ein Produkt nicht, weil es perfekt ist, sondern weil es neu ist. Sie möchten sich innerhalb ihres Umkreises mit neuen und innovativen Produkten als trendorientierte Meinungsführer positionieren und sind somit leicht zu begeistern.

Merke dir: Ein MVP kann und darf klein sein! Wichtig ist nur, dass du aus deinen Analysen lernst und keine Scheu davor hast, dein Produkt iterativ anzupassen.

 

Wertschöpfung für den Kunden

Versuche, so früh wie möglich an die Daten deiner Nutzer zu kommen. Was sich wie ein längst veralteter Marketing-Trick anhört, ist unerlässlich, wenn dein MVP ein Erfolg werden soll. Trete mit Interessenten in Kontakt, hol dir wertvolles Feedback ein und gewinne so ein viel genaueres Verständnis für die Wünsche und Sorgen deiner Zielgruppe. Und genau das sollte jederzeit deine Motivation sein. Nicht was du machst oder wie du es machst, sondern das warum hinter deinem Produkt ist wichtig. Der Grund dafür? Kaufhandlungen sind zu 100 Prozent emotional, niemals rational. Löst dein Produkt elementare Probleme deiner Zielgruppe? Erst, wenn du diese Frage mit „Ja“ beantworten kannst, kann deine Idee erfolgreich werden.

Merke dir: Maximiere die Wertschöpfung für deine Kunden! Verkaufe kein Produkt, verkaufe die Lösung – nur so differenzierst du dich von möglichen Mitbewerbern und machst dein Produkt einzigartig.

 

Du willst mehr zum Thema Lean Startup, MVP’s und Produkteinführungen erfahren? Dann findest du hier weitere Informationen!

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