Wissenstransfer in Communities of Practice

Den teamübergreifenden Austausch gezielt fördern

Mar 19 2019 15:09:06 May 20 2019 17:05:31 Wissenstransfer in Communities of Practice LOGO appcom interactive GmbH

Durch die Umstellung auf Scrum Teams und agile Arbeitsweisen, wird es für Unternehmen umso wichtiger, auch den fachlichen Austausch abseits der definierten Teams zu fördern. Eine erprobte Methode dafür ist die Community of Practice. Auch wir verproben dieses Konzept jetzt für unsere Zusammenarbeit.

Eine Community of Practice (CoP) ist ein Zusammenschluss von Interessierten zu einer Gemeinschaft (ähnlich wie ein Subreddit). Ziel ist es, sich über Themenbereiche zu unterhalten, die in einem bestimmten Zusammenhang (z.B. Agilität) stehen und Wissen über Methoden, Tools und Technologien zu erlangen und weiterzugeben. Eine Community of Practice wird von einer Person oder Gruppe von Personen ins Leben gerufen.

Abgrenzung zu Gilde und Open Space

Im Bereich der agilen Weiterentwicklung und dem fachlichen Austausch gibt es noch zwei weitere Formate, die der Community of Practice zwar ähneln, aber anders aufgebaut sind:

  • Gilde: Eine Gilde ist ein regelmäßiges Treffen von Abteilungen. Als Ziel hat sie das Besprechen von Projekten und Themen mit Kundenbezug. Hier werden aktuelle Probleme innerhalb der Projekte besprochen und die Teilnehmer arbeiten gemeinsam an einer Lösung. Es gibt dazu einen definierten Regeltermin.
  • Open Space: Anders als klassische Schulungs- und Weiterbildungsveranstaltungen, leben Open Spaces von der Kommunikation: Es wird ein Grundthema festgelegt, aber keine Tagesordnung oder Agenda. Dadurch fördert das Format die Dynamik sowie den direkter Austausch auf Augenhöhe. Open Spaces heben sich so von Gilden und Communities of Practice ab, die stets eine Agenda verfolgen.

Community of Practice – wie startet man?

Es ist ganz einfach, eine Community of Practice zu einem Thema ins Leben zu rufen. Bei der appcom kann der Austausch in drei Schritten beginnen:

  • Ein Serientermin wird im Outlook-Kalender angelegt und das gesamte Team eingeladen. Dabei sollte sich die CoP nicht mit anderen Terminen überschneiden, damit jeder die Chance hat, teilzunehmen.
  • Im Vorfeld zu jedem Termin werden Themen gesammelt, die besprochen werden. Dafür wird vom Initiator der CoP eine Confluence-Seite angelegt, auf der die Themen gesammelt werden können.
  • Die Community of Practice trifft sich zum Willkommens-Termin, spricht über die gesammelten Themen und tauscht sich aus. Im Anschluss wird das Treffen als Regeltermin etabliert.

Agenda der Community of Practice

Communities of Practice sind offen gehalten, folgen aber immer einer klaren Agenda. Diese kann wie folgt aussehen:

  • Sichtung der Themen für das Treffen
  • Auswahl eines Themas
  • Besprechung des Themas mit 10 Minuten Timebox
  • Roman Voting, ob das Thema weiter besprochen werden soll
  • Ja: Zurücksetzen der Timebox auf 10 Minuten und zurück zu 3.
  • Nein: Zurück zu Punkt 2

An einer Community of Practice kann jeder teilnehmen und es ist nicht festgelegt, dass sich immer dieselben Personen zusammenfinden. Im Gegenteil: Je nach Thema und zeitlicher Situation entscheidet jeder selbst, wann er zu welcher Community hinzustoßen möchte. Wenn sich allerdings mehrere Male in Folge keine Gruppe zu einem Thema bildet, sollte die Sinnhaftigkeit der entsprechenden Community of Prractice überdacht werden. In diesem Fall kann aber auch eine Öffnung des Überthemas mit weniger spezifischem Fokus helfen, mehr Interessenten im Team zu finden.

 

Austausch und Transparenz sind uns im Allgemeinen sehr wichtig – lies hier, wie wir die Teamkommunikation und Beteiligung durch Peer-Feedbacks und die Einführung von OKRs fördern!

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