Agile Produktentwicklung – Eine Herausforderung, die sich lohnt!

Oct 09 2018 17:02:17 Oct 10 2018 18:19:43 Agile Produktentwicklung – Eine Herausforderung, die sich lohnt! LOGO appcom interactive GmbH

Die größte Herausforderung bei der Arbeit nach agilen Methoden besteht darin, selbstorganisierte Teams mit einem hohen Grad an Verantwortung zu bilden und zu entwickeln. Wer darüber hinaus gewährleisten kann, dass alle Teams synchron und in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden arbeiten und sich außerdem neben dem operativen Teil auch um strategische Aufgaben kümmern, wird schnell große Erfolge beobachten. Eine Menge Anforderungen, die aber alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: Den größtmöglichen Wert für das Produkt und somit für den Anwender zu schaffen.

 

Der wesentliche Unterschied

Zwischen der agilen Organisation und der klassischen Projektorganisation gibt es einen wesentlichen Unterschied: Bei der klassischen Projektorganisation liegt der Fokus darauf, eine hundert prozentige Ressourcenauslastung zu erzielen. Dabei werden Personen auf Projekte aufgeteilt und je nach Bedarf auch umgeshiftet. In einer agilen Organisation dagegen, bilden die  Talente feste, crossfunktionale Teams. Diese Teams entwickeln Produkte in Eigenverantwortung. Dabei haben die Teams keinen Projektmanager, sondern einen Product Owner, der jedoch keine Verantwortung und keine Weisungsbefugnis in das Team hinein hat. Der Product Owner verantwortet, dass immer der größtmögliche Wert für das Produkt entwickelt wird. Die größte Herausforderung besteht also darin, feste Teams mit einem hohen Grad an Eigenverantwortung zu entwickeln.

 

Die Vorteile überwiegen

Eine Herausforderung, die sich lohnt, denn die Transformation zu einer agilen Organisation bringt vier starke Vorteile mit sich:

 

1. Crossfunktionale Teams müssen sich nur einmal finden

Neu gebildete Teams durchlaufen immer mehrere Phasen, wie zum Beispiel forming, storming,norming, performingnach dem Phasenmodell von Tuckman. Bei der klassischen Projektorganisation wiederholen sich diese Phasen immer wieder, da jedes Projekt durch ein neu zusammengestelltes Team umgesetzt wird und Teammitglieder durch einen Engpass spontan ausgetauscht werden. Jede Veränderung hat jedoch Einfluss auf die Performance des Teams: Erst nach einer erfolgreichen Orientierungsphase ist das Leistungslevel am größten. Die Teams in einer funktionierenden agilen Organisation durchleben die Orientierungsphase nur zu Beginn ihrer Zusammenarbeit und können somit direkt für jedes Produkt Höchstleistung zeigen.

 

 2. Agile Strukturen erleichtern Wachstum

Eine funktionierende agile Organisation ist skalierbar. Für gesundes Wachstum muss lediglich ein neues cross-funktionales Team gegründet und eingegliedert werden. Der Weg dafür ist entweder die eigenverantwortliche Teilung eines bestehenden großen Teams oder aber die Bildung eines neuen, zusätzlichen Teams. Abgesehen von dadurch notwendigen Recruiting-Maßnahmen, bietet die agile Organisation somit die beste Voraussetzung für schnelles Wachstum und Portfolio-Erweiterung.

 

 3. Die Verantwortung liegt in den crossfunktionalen Teams

Dass ein hoher Grad an Verantwortung in den Teams liegt, ist ein wichtiger Bestandteil der agilen Organisation. Der Grad der Verantwortung wird unter anderem an folgenden beiden Beispielen deutlich: Die Teams entscheiden selbst darüber, ob und wann sie neue Teammitglieder benötigen. Dabei übernimmt das Team den fachlichen Part des Recruitings. Ein weiteres Beispiel ist der Einkauf von Hard- und Software. Das Team weiß selbst am besten, was es benötigt, um seine Aufgaben zu erledigen. Somit erhält jedes Team ein Budget womit es eigenverantwortlich einkaufen kann.

 

 4. Die Wertschöpfung steht im Mittelpunkt

Die agile Organisation impliziert den LEAN-Gedanken, immer den größtmöglichen Wert für das Produkt zu erzielen und Verschwendung zu vermeiden. Sichtbar wird dieser Gedanke in einer agilen Organisation daran, dass Stück für Stück alle nicht direkt wertschöpfenden Prozesse für das Produkt verlagert oder vollständig eliminiert werden. Ein Beispiel dafür ist die Verlagerung operativer Arbeit im Einkauf und Recruiting auf das Team. Dadurch verändert sich der Fokus dieser Prozesse, da das Team immer im Produktkontext handelt. Gleichzeitig reduzieren sich die operativen Tätigkeiten im Talent Management und Office Management und haben mehr Freiraum für strategische Themen.

 

Fazit: Immer das Produkt im Fokus

Das crossfunktionale Team mit einem hohen Grad an Eigenverantwortung steht in der agilen Organisation also im absoluten Mittelpunkt. Dabei fokussiert sich das Team immer auf das Produkt und darauf, den größten Wert zu schöpfen. Wer sich auf die Herausforderungen einlässt und den Schritt zum agilen Unternehmen wagt, wird schnell Erfolge feiern und die dargelegten Vorteile genießen.

 

Sie sind neugierig geworden und wollen noch mehr über agile Methoden und deren erfolgreicher Einsatz im Unternehmen erfahren? In diesem Blogbeitrag erklären wir, wie Sie Scrum-Spiele zur Verankerung der Methoden und für erfolgreiches Teambuilding nutzen können.

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